Die Fütterung

Das Kaninchen ist wie die Wiederkäuer in der Lage, Rohfaser, d.h. Heu und Gras in Fleisch umzuwandeln. Anders als beim Schwein und Geflügel bekommt man hier auch ohne übermäßigen Getreide- und Sojaeinsatz zufriedenstellende Mastleistungen. Das bedeutet, dass das Kaninchen kein direkter Nahrungskonkurrent des Menschen darstellt.

Bei der Fütterung wird großen Wert auf die Herkunft der Futtermittel gelegt. Deshalb wird weitestgehend auf den Zukauf von Futter verzichtet und fast alle Futtermittel von mir selbst erzeugt. Als Grundfutter dient im Sommer frisches Gras und im Winter Heu. Als Kraftfutter werden Gerste, Weizen, Mais und Haferflocken eingesetzt. Außerdem werden Futterrüben und Futtermöhren angebaut, die im Winter als Saftfutter das Gras ersetzen. Zusätzlich werden noch nicht verkaufsfähige Produkte aus dem Gemüse- und dem Kartoffelbau verfüttert. Die Tiere werden also ohne gentechnisch veränderte Futtermittel und ohne Importsoja gemästet. Außerdem stehen den Kaninchen Nippeltränken zur Verfügung, so dass sie jederzeit frisches Wasser aufnehmen können.

Es wird zweimal pro Tag gefüttert, wobei zu jeder Mahlzeit Heu angeboten wird, da dieses für eine gesunde Verdauung nötig ist. Außerdem wird das Füttern zur Tierbeobachtung genutzt, so dass Tiere mit Verletzungen oder Anzeichen einer Krankheit aussortiert und in einer Krankenbucht behandelt werden können.